4.1. Mehrklänge
 
 
 
 

Alle Teiltöne einer Naturtonreihe eignen sich zur Bildung von Mehrklängen. Um das umfangreiche Material gezielt in der Komposition einsetzen zu können, bieten sich folgende Möglichkeiten an:

(1) Mehrklänge aus arithmetischen Reihen

Akkordbildung
ekmelische Reihen

(2) Klangkombinationen

a) mit Intervallen aus verschiedenen Naturtonreihen
b) mit Intervallen aus Untertonreihen
c) aus Kombination von Ober - (Natur-) und Untertonreihen

(3) Kombination mit Nutzung

akustischer Phänomene
Kombinationstöne (Summations- und Differenztöne)
obere und untere Seitenbänder

(4) Konstruierte Mehrklänge

Die meisten Klangverbindungen sind auf arithmetische Folgen aus naturtonreihen zurückzuführen. (Akkordbildung), (Akkordreihen und Umkehrungen). Es ist aber genausogut möglich, bestimmte, ausgesuchte Intervalle mit verschiedenen Zwischentönen zu füllen und den so entstehenden Dreiklängen unterschiedliche Charaktere zu geben.

Beispiel: Intervallraum: Quinte. Hier einige Möglichkeiten zur Unterteilung des Intervalls in große und kleine Terzen:

 

 

 

Unter den vielen Möglichkeiten finden sich auch der Dur-Dreiklang und der konventionelle Moll-Dreiklang (10-12-15). Dabei ist aber zu beachten, dessen unterer Ton (10à5) nicht der Grundton ist. (Der Grundton ist immer eine Potenz von 2.) Den "richtigen" Grundton hat der Dreiklang 16-19-24,
der dem Moll-Dreiklang nahekommt. Man spricht aber in der Naturtonmusik in diesem Fall eher von einer Eintrübung oder "Moll-Einfärbung" mit erhöhter Spannung. Der Molldreiklang wird in der Naturtonmusik über die Untertonreihe definiert.

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