5.1.3. Modulation
 
 
 
 

Modulation

Mit Hilfe der Kettenbildung ist es möglich, einen beliebigen Zusammenklang so nahe an einen Akkord der Zieltonart (mit entsprechendem Grundton) heranzubringen, daß nur noch eine geringfügige stufenweise Änderung von ein oder zwei Stimmen notwendig ist, um diesen Akkord zu erreichen. Dieser neue Klang gehört sowohl der Ausgangs-Skala als auch der neuen Skala an, entsprechend werden die Tonzahlen angepaßt, und der neue Akkord ist in der neuen Skala der Ausgangspunkt der weiteren Entwicklung:

In diesem Beispiel wurde in die Obermediante gewechselt, der Dreiklang 10-15-20 der Ausgangs-Skala wurde in den Dreiklang 2-3-4 der Mediantskala ünbergeführt.
In gleicher Weise wird in die Dominante (Faktor 3) oder in die entfernteren septimalen Tonarten (Faktor 7) moduliert. Aber auch noch weiter entfernte Tonarten (Faktor 9, 11, 13...) können so erreicht werden.

Zunächst ist die Modulation im Naturtonsystem nur in eine Richtung möglich. Im Bereich der Obertöne geht die Richtung nur nach oben: ist die Ausgangstonart mit ihrem Grundton einmal verlassen, finden keine Wege dorthin mehr zurück - es sei denn, man verwendet einen bestimmten Kunstgriff, nämlich die Anwendung von Untertonreihen. Diese erlauben die Bewegung rückwärts, mit Hilfe der Untertonreihen sind Subdominante, Untermediante, Unterseptim und weiter entferntere "Unter-Tonarten" zu erreichen, eine freie Bewegung im Tonnetz ist damit gegeben. Dieses Tonnetz gibt Anhaltspunkte zur Modulation in jede Richtung des Raumes und auch darüber hinaus. (Tonnetz)

 

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